Tina

In Davids Gesicht stand verzweifelte Überraschung geschrieben. Seine Mundwinkel waren zu einer stummen Frage verzogen, seine Augen geweitet. Seine Hände zuckten nervös.
Tina nahm all das wahr und gab ihm mit einem strengen Blick zu verstehen, dass sie sein Zuschauen brauchte. Dass er seinen Schmerz ertragen und ihr beistehen musste. Sie hatte für ihn kein Mitleid mehr übrig. Dafür war das, was ihr wegen ihm angetan wurde, zu schwerwiegend gewesen.
Van Knauer ließ sich von dem Konflikt, den das Paar miteinander austrug, nicht verunsichern. Er fickte. Egoistisch und hart. Presste Tinas Beine so fest gegen ihre Brust, dass ihr die Luft wegblieb und stoßweise aus ihren Lungen gepresst wurde. Sie wandte sich von David ab und sah dem Millionär in die Augen. Ekelte sich vor der Gier, die in seinen Pupillen lag. Er stöhnte inbrünstig, während seine Wangen bei jedem seiner Stöße wackelten. Als er seinen Mund zu ihrem schob und einen Kussversuch startete, drehte sie den Kopf weg. Einen solchen würde er nicht bekommen. Nicht freiwillig. Stattdessen berührten seine Lippen ihren Hals. Eine seltsame Gänsehaut wanderte über ihren Nacken. Es fühlte sich elektrisierend an. Dann biss er zu. Nicht doll, aber selbstbewusst. Tina keuchte und spürte, wie der Mann an ihr saugte. Sie kannte ihren Körper – ein Knutschfleck war vorprogrammiert. Wie perfide, dachte sie. Ein simples Stilmittel, um David auch in den nächsten Tagen noch an diesen Abend zu erinnern.


Urplötzlich nahm der Druck auf ihrer Brust ab. Van Knauer hatte ihre Beine losgelassen und zog sich aus ihr zurück. Ließ sich mit einem zufriedenen Grinsen zur Seite fallen. Klatschte Jonas auf den Oberschenkel, was diesen aktivierte und ins Rennen schickte. Tina hatte nur kurz Zeit, um etwas durchzuatmen, dann wurde sie von dem Assistenten grob umgedreht und auf die Knie gezwungen. Ihre Brüste baumelten frei unter ihr und wippten bei jeder Bewegung. Er kniete sich hinter sie, packte ihre Taille wie einen Haltegriff, und richtete ihr Becken so aus, dass seine Eichel ihre nasse Spalte ansteuerte. Anschließend nahm er sie. Doggy. Ohne Umschweife. Schnell und wenig auf ihre Gefühle bedacht.
Sie war sich sicher, dass Jonas im Bett ein vollendeter Egoist war. Einer, der wirklich nur sein eigenes Vergnügen im Kopf hatte. Ein richtiger Rammler. Flott und ohne einen Hauch Romantik. Nicht, dass sie Letztere von ihm gewollt hätte – aber diese Überlegung half ihr, den ach so wichtigen Assistenten klein und schwach zu sehen. Und das war unerlässlich, um ihre eigene Stärke zu erhalten. Um sich nicht von den Männern brechen zu lassen. Sie konnten sie ficken – aber nicht beherrschen.


Jonas Stöhnen drang ihr durch Mark und Bein. Er war laut beim Sex. Und nicht nur seine Stimme. Auch seine Haut, die an sie prallte und ein deutliches Platschen erzeugte. Der Rammler ließ den Funken, der in ihr erblüht war, kleiner werden. Und trotz ihrer Tortur schaffte sie es, aufgrund seiner miserablen Leistung für den Bruchteil einer Sekunde zu schmunzeln.
Auch David schien das bemerkt zu haben. Als sie ihren Kopf in seine Richtung wandte, hatten sich auf seine Stirn nachdenkliche Falten geschlichen. Gut so. Wieder grinste sie – doch dieses Mal nur innerlich.
»Mach sie nicht kaputt«, lachte van Knauer, der sich neben Tina gekniet hatte. Er klopfte dem Assistenten auf die Schulter, der diese Geste offenbar als Ansporn verstand. Er beschleunigte sein Rammeln. Sie stöhnte und spürte, wie Jonas Glied tiefer in sie stieß. Sie beugte sich vor und versuchte, ihm ihr Becken zu entziehen – aber sein Chef legte den Oberkörper auf ihren Rücken dicht unterhalb ihrer Schultern. Einen Arm schlang er dabei um ihren Hals, sodass seine Hand sich fest um eine ihrer Brüste schloss. Er drückte das weiche Gewebe fordernd zusammen, ließ seinen Daumen über die Brustwarze streichen. Der harte Nippel stand steil, gerötet vom Wechselspiel aus Kälte und Gewalt. Sie spürte die Haut und Wärme seines Gesichtes an ihrem.
»Du bleibst schön hier«, hauchte er in ihr Ohr. »Wir sind noch nicht fertig.«
Tina stöhnte gequält. Biss sich auf die Unterlippe. Fühlte die Penetration und die Schockwellen, die diese durch ihren Körper jagte. Sie wurde genommen wie eine Melone, in die ein notgeiler Teenager ein Loch für sein mickriges Ding geschnitten hatte. Gierig und außer Stande, etwas daran zu ändern. Zum Glück tut es nicht weh, dachte sie und war tatsächlich froh darüber, dass der Vergeltungssex bisher ohne größere Schmerzen ausgekommen war.
»Drück sie aufs Bett«, stöhnte Jonas, zog seinen Schwanz aus ihr heraus und hielt inne. Und seltsamerweise tat ihm sein Chef den Gefallen, erhöhte sein Gewicht und ließ Tina vom Hündchen zur Flunder werden, die bestimmend in die Matratze gedrückt wurde. Van Knauer kicherte, als wüsste er, was sein treudoofer Diener vorhatte. Dieser zog Tinas Beine so auseinander, dass alles, wirklich alles von ihr frei lag. Bevor sie etwas dagegen unternehmen konnte, spürte sie seinen heißen Atem und eine Zunge, die ihr durch die Poritze fuhr, über ihren Anus glitt, der angeekelt zuckte und mit diesem zu spielen begann. Während Jonas lutschte, führte er zwei oder drei Finger in ihre Vagina ein – genau konnte sie es nicht sagen. Zu sehr war sie von dem abgelenkt, was an ihrer Hinterpforte geschah.
Sie kniff die Augen zusammen. Biss sicher abermals auf die Unterlippe. Ließ ihr Gesäß, so weit es unter der Fixierung von van Knauer möglich war, kreisen. Aber es reichte nicht, um Jonas abzuschütteln, der sie leckte und leckte und leckte.


Ihre Rosette kribbelte, war schmierig vom Speichel, umspielt von einer Zunge, die sichtlich Spaß an ihrer Arbeit hatte. In diesem Moment hörte er auf, sie zu fingern. Führte seine Hände zu einer neuen Aufgabe. Ließ sie Tinas Arschbacken greifen, fest und unnachgiebig. Zogen sie auseinander – machten es der Zunge noch leichter, ihren Ring zu malträtieren.
Es fühlte sich einfach abartig an. Tina konnte bei bestem Willen nicht verstehen, dass es tatsächlich Menschen gab, die auf Analspiele und dergleichen standen. Weder in aktiver noch in passiver Form. Und doch verriet das Schmatzen an ihrem Hintern, dass es so war. Dass Jonas einen Heidenspaß an dem hatte, was er machte.
Plötzlich spürte sie, wie die Zunge einen unerwarteten Druck auf ihren Anus ausübte. Sich warm und glitschig ein Stück in sie bohrte. Wie sie es nicht verhindern konnte, so sehr sie den Muskel auch zusammenzog. Seine Zunge tanzte – in ihr. Zog sich zurück. Stieß wieder vor. Fickte sie. Sie vergrub ihre Finger im Laken. Ihre Gesäßmuskeln zuckten. Schlagartig wurde es ihr klar. Fiel ihr wie Schuppen von den Augen. Sie war kurz davor zu erfahren, wie sich Analsex anfühlen würde.

David

Sein Herz raste. Die Handschellen schnitten schmerzhaft in seine Gelenke, was der Tatsache geschuldet war, dass er mit geballten Fäusten gegen seine Fesselung kämpfte. Doch er musste ehrlich zu sich sein. Würde es diese Schellen nicht geben, würde er trotzdem sitzen bleiben, so schwer es ihm auch fiel. Er hatte verstanden, was Tina von ihm forderte – und war sich nicht sicher, was passieren würde, wenn er gegen ihren Willen und seinen Chef revoltierte. Daher hielt er den Schein seines Protestes aufrecht – quasi als letzter Akt, um seine sterbende Männlichkeit zu verteidigen.


Er beobachtete voller Scham, wie sich der verhasste Jonas Nicolas an Tinas Hintern zu schaffen machte. Wie er das leckte, was er selbst nie lecken durfte. Wie er ihre Hinterpforte quälte. Wie er einen Zeigefinger auf ihr Loch legte und es massierte. Wie er diesen dann genüsslich zu seinen Lippen führte und mit Speichel benetzte.
David verstand, was er mit jenem Finger vorhatte. Und er wusste, dass Tina ihn niemals den Zugriff gestatten würde. Sie würde spätestens in dem Moment, wenn er in sie eindrang, dieses Sextreffen beenden. Ihre Abscheu gegenüber Analsex deutlich machen. Den Akt abbrechen. David von dieser Schmach und der Anstellung unter van Knauer erlösen. Sein Herz machte einen freudigen Satz. Doch dann, als sich der Finger auf ihr Loch legte, passierte etwas, mit dem er nicht gerechnet hätte. Sie hielt inne. Verkrampfte sich. Sah aus, wie die manifestierte Qual in Frauengestalt. Aber sie kämpfte nicht gegen den Eindringling.


Mit zusammengekniffenen Augen ließ sie zu, wie das nasse Körperteil in sie glitt. Stöhnte dabei. Auch David entfuhr ein Geräusch, ein Mix aus Überraschung und Eifersucht. Die Männer vor ihm bekamen das, was ihm stets verwehrt geblieben war. In seinem Kopf kämpften Argwohn mit Kummer. Neid mit Wut. Sehnsucht mit Hass.
Erschufen einen Cocktail aus Gefühlen, die in ihrer Gegensätzlichkeit kaum absurder sein konnten. Es war nicht zu ertragen. Am liebsten hätte er geschrien, doch er wusste, dass ihm das nicht zustand.
Als Jonas Finger ganz in ihr steckte und sich leicht vor und zurück schob, ächzte Tina gequält. David wusste genau, dass sie jede Sekunde von dieser Art der Penetration hasste und verabscheute.
Jonas zog den Finger heraus, leckte genüsslich daran – und schob ihn erneut in sie hinein. Fingerte ihren Arsch. Wurde schneller.


»Jetzt zwei!«, befahl van Knauer, der das Schauspiel aus seiner Position gierig beobachtet hatte. Der Millionär erhob sich und gab Tinas Körper frei. Aber anstatt zu flüchten, blieb sie liegen, den Blick abgewandt, reglos.
Jonas spuckte auf Zeige- und Mittelfinger, rieb sie direkt auf ihrer zuckenden Rosette – drückte, dehnte und bohrte.
Ihr Loch gab nach – und dann verschwanden sie in ihr.

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