Dieses Mal hat mich mein bisheriger Publisher vor die Tür gesetzt.
Und die Begründung ist ziemlich ärgerlich – denn sie greift etwas an, das tief in meiner Autorinnen-DNA steckt:
Meine Texte sind zu explizit. Angeblich zu pornografisch. Zu hart.
Nun …
Ich sehe das anders.
🔥 Ja, meine Geschichten sind hocherotisch
Ja, meine Texte sind unzensiert.
Sie beschreiben vieles, erzeugen Reibung, Spannung und Hitze. Sie reden nicht um Dinge herum und blenden nicht plötzlich ab, sobald es interessant wird.
Und trotzdem distanziere ich mich vom Begriff »Pornoliteratur«.
Denn unter reiner Pornoliteratur verstehe ich Geschichten, bei denen es von der ersten bis zur letzten Seite hauptsächlich um das Eine geht:
Sex. Sex. Und noch mehr Sex.
Meine Texte hingegen funktionieren anders.
Im Regelfall spare ich mir den eigentlichen Sex sogar bis zum Finale auf.
Vorher gibt es in meinen Geschichten eine Entwicklung.
Einen Aufbau.
Einen Spannungsbogen.
Charakterentwicklung.
Konflikte, Entscheidungen, Zweifel, Gefühle.
Und dann geht es um die Wurst. 😏
Solche Geschichten werden üblicherweise der erotischen Belletristik zugeordnet – eine Kategorie, die laut den Statuten meines bisherigen Publishers vollkommen angemessen war.
Und trotzdem wurde ich außerordentlich gekündigt.
💥 Ohne Vorwarnung. Ohne zweite Chance.
Das ist wahrscheinlich der Punkt, der mich am meisten ärgert.
Es gab keine Vorwarnung.
Keine Nachricht nach dem Motto:
»Hey Kim, deine Geschichten entwickeln sich in eine Richtung, die wir bei uns nicht mehr sehen möchten. Bitte ändere deine Schreibstrategie.«
Keine Gelegenheit, meinen Fall zu erklären.
Keine Chance, gemeinsam eine Lösung zu finden.
Stattdessen:
Kündigung. Ende. Aus.
Und das, obwohl insgesamt dreizehn Bücher bereits seit Monaten online standen und ALLE zuvor genehmigt worden waren. Warum fällt denen jetzt erst auf, dass sie angeblich zu pornografisch waren?
Trotz mehrerer Kontaktaufnahmen meinerseits blieben die Fronten verhärtet.
Der Ausschluss war unabwendbar.
Und ganz ehrlich?
Ich bin so enttäuscht, dass ich es kaum in Worte fassen kann.
Nach dem großen Amazon-Crash ist das nun meine zweite ordentliche Bruchlandung.
Und diese tut mindestens genauso weh wie die erste.
📚 Was bedeutet diese Kündigung für meine Bücher?
Im Moment ziemlich viel.
Denn all meine Bücher sind derzeit online nicht auffindbar.
Weder bei Amazon.
Noch bei Thalia.
Noch bei Hugendubel.
Oder bei vielen der anderen Shops, in denen meine Geschichten bisher erhältlich waren.
All die Links, die von meiner Website zu den jeweiligen Shopseiten führen sollten, laufen derzeit ins Leere.
Und das tut weh.
Nicht nur wirtschaftlich.
Auch emotional.
Denn hinter jedem einzelnen dieser Bücher stecken Wochen und Monate an Arbeit. Geschichten, Figuren, Ideen und verdammt viele Stunden vor der Tastatur.
Und plötzlich sind sie einfach …
weg.
Zumindest vorerst.
🤔 Wie geht es jetzt weiter?
Nun …
Das wird sich zeigen.
Leider sind viele Publisher im deutschsprachigen Raum mit meiner Art von Erotik nur schwer kombinierbar.
Und wenn doch Anbieter übrig bleiben, sind deren Konditionen – insbesondere bei den Tantiemen – teilweise ziemlich unattraktiv.
Derzeit versuche ich deshalb, bei einem ausländischen Vertriebspartner unterzukommen.
Dieser beliefert auch den deutschen Markt – zumindest teilweise.
Unklar ist bisher allerdings noch, wie dort mit expliziter Erotik umgegangen wird.
Also heißt es momentan:
Abwarten.
Mal wieder.
Wenn alles gut geht, kehren meine Bücher in den nächsten Wochen oder Monaten peu à peu in die digitalen Regale zurück.
Wenn alles gut geht.
Das bleibt abzuwarten.
❤️ Meine Geschichten sind kein literarischer Schund
Ich zumindest bin wirklich sehr enttäuscht.
Mittlerweile fühlt es sich nach all diesen Erfahrungen fast so an, als wäre meine Art von Buch-Erotik einfach nicht gewollt.
Zumindest nicht von den Unternehmen, die sie gemeinsam mit mir vertreiben sollen.
Und ja …
Das nagt an mir.
Denn irgendwann beginnt man automatisch, sich selbst Fragen zu stellen.
Sind meine Geschichten wirklich zu viel?
Bin ich zu direkt?
Ist meine Art zu schreiben auf dem Buchmarkt tatsächlich unerwünscht?
Aber dann denke ich an euch.
An die Nachrichten.
An Rezensionen.
An Menschen, die meine Geschichten kaufen, lesen und mir anschließend schreiben, dass sie eben mehr darin gefunden haben als nur Sex.
Von diesem Zuspruch meiner Fans weiß ich, dass meine Texte mehr sind als literarischer Schund.
Und genau das gibt mir Kraft.
Meine Geschichten dürfen heiß sein.
Sie dürfen explizit sein.
Sie dürfen vulgär, direkt und hemmungslos werden.
Aber sie dürfen gleichzeitig Charaktere haben.
Gefühle.
Konflikte.
Humor.
Spannung.
Und eine Handlung.
Das eine schließt das andere für mich nicht aus.
Und genau deshalb möchte ich meine Schreibweise nicht einfach über Bord werfen.
🍀 Also: Drückt mir die Daumen
Wie es weitergeht?
Ich weiß es momentan selbst noch nicht.
Vielleicht klappt der neue Vertrieb.
Vielleicht muss ich weitersuchen.
Vielleicht wird es komplizierter, als ich momentan hoffe.
Aber aufgeben?
Nö.
Dafür habe ich inzwischen viel zu viel Zeit, Liebe, Schweiß und wahrscheinlich auch ein paar unanständige Gedanken in diese Geschichten gesteckt. 😏
Also:
Drückt mir die Daumen.
Ich halte euch auf dem Laufenden.
Kim :-*