Mit dem legendären Safari Club hat 2014 das letzte Live-Sex-Theater in Hamburg seine Schotten dichtgemacht.
Ich selbst habe den Innenraum nie gesehen, stand aber als junge, etwa siebzehnjährige Kim unter dem in grünen Lettern gehaltenen Schild.
Ich wollte damals nicht glauben, dass in diesem Club tatsächlich echter Sex stattgefunden hatte – unzensiert und vor hunderten Augen auf der Bühne. Doch so war es. Mal mit bezahlten Darstellern, mal mit Leuten aus dem Publikum.
Krass.
Ich fragte mich, wie man als Mensch drauf gewesen sein musste, um seine sexuellen Grenzen derart erweitern zu können. Wie man sich trauen konnte, unter voller Beobachtung seine Hüllen fallen zu lassen. Sich herzugeben.
Damals war ich zu jung, um es verstehen zu können. Ich steckte mitten in der Ausbildung zur Mechatronikerin, lebte noch bei meinen Eltern und hatte erst vor nicht allzu langer Zeit meine Unschuld verloren. Daran, dass ich einmal Pornos drehen würde, hätte ich zu diesem Zeitpunkt niemals gedacht. Kein Wunder, dass der Safari Club für mich wie ein Buch mit sieben Siegeln war.
🍸 Heute: Tanzen statt vögeln
Vor Kurzem habe ich mich erneut mit diesem Theater beschäftigt.
Das alte Schild hängt noch immer an derselben Stelle, doch gevögelt wird im Inneren nicht mehr – zumindest offiziell. Stattdessen kann man dort trinken, tanzen und einfach mit Freunden Spaß haben.
💭 Könnte ich das?
Ich habe mich gefragt, ob ich es könnte.
Vor Zuschauern.
Live.
Ohne die Möglichkeit, mich in einem Winkel zu verstecken, in dem mich niemand sehen kann. So richtig auf einer Bühne. Während ich auf meiner Haut die heißen Lichtkegel spüre, den Tabak und Alkohol rieche und das Klimpern von Eiswürfeln höre.

Rampenlicht. Bühne frei. Alle Blicke liegen auf dir.
🎬 Kamera vs. Bühne
Ich bin Pornodarstellerin. Aktmodel. Erotikautorin.
Ich bin es gewohnt, vor einer Linse die Hüllen fallen zu lassen. Meine Intimität gegen eine Gage zu teilen.
Ich werde dabei oft beobachtet.
Nicht nur von den Darstellern, sondern auch von der Filmcrew, die gut und gerne aus Dutzenden Menschen bestehen kann. Manchmal sind auch Fans dabei – wenn auch eher selten.
Ich mache Gangbangs. Hatte Sex im Freien – wenn auch so, dass es kein Zivilist mitbekam. Habe auf Erotikmessen vor Beobachtern gestrippt. Aber das ist mit Sex nicht zu vergleichen.
(Und trotzdem war es eine heftige Erfahrung.)
Und trotz all dieser Blicke ist eine Pornoproduktion anders. Ich kenne die Menschen am Set. Ich vertraue ihnen. Ich mag sie. Und ich verbringe sogar privat Zeit mit ihnen.
Sie sind keine Fremden. Sie sind Profis. Genau wie ich.
Ich schaffe es, mich vor ihnen zu öffnen, mich hinzugeben und den Gedanken auszublenden, dass das Video später von tausenden – im besten Fall Millionen – gesehen wird.
🔥 Live ist anders
Live ist anders. Die schützende Distanz gibt es nicht.
Ich würde die Zuschauer hören. Ihr Getuschel. Ihr Anfeuern. Ihre Kritik.
Das wäre krass …
✍️ Vom Gedanken zur Geschichte
Und obwohl ich keine Frau für die Bühne bin, fasziniert mich dieser Gedanke. Also habe ich ihn in einer Geschichte verarbeitet.
Ich habe mich in die Perspektive meiner Protagonistin Siobhan versetzt,
die durch Zufall mit ihren Kollegen in einem Sextheater landet –
und dort lernt, ihre eigenen Grenzen zu verschieben.
Während der Schreibphase hat es in mir deutlich gekribbelt. Nicht nur, weil ich es liebe, mich heiß und versaut an der Tastatur auszuleben. Nein – ich fühlte mich, als wäre ich selbst dabei.
Auf der Bühne. Nackt. Mit rasendem Herzen.
Während ein Stripper mehr von mir will als nur einen feurigen Tanz.
Ich war die Hauptdarstellerin meiner eigenen Geschichte. Habe meine Ängste, meine Gelüste und vieles mehr in die Zeilen gepackt. Und mir vorgestellt, wie es wäre, von allen gesehen zu werden.
Lolly – eine Protagonistin aus meiner neuen Geschichte. **
📖 Für dich
Falls dich Siobhans Geschichte interessiert,
ist mein neues Buch „On Stage – Live-Sex im Rampenlicht“ vielleicht genau dein Ding.

Eine Firmenfeier. Ein gebrochenes Herz. Eine letzte Nacht.
Bevor Siobhan Hamburg für immer verlässt, will sie mit ihren Kollegen auf der Reeperbahn ein letztes Mal auf den Putz hauen. Doch aus einem harmlosen Clubbesuch wird im Boobs ’n’ Boners eine Nacht voller Scham, Kick und hemmungsloser Lust.
Denn hier endet das Bühnenprogramm nicht beim Striptease – und plötzlich steht die ahnungslose Siobhan selbst im Mittelpunkt einer Show, die expliziter nicht sein könnte. Beobachtet von hunderten fremden Menschen muss sie sich fragen, wie weit sie wirklich zu gehen bereit ist.
💬 Und du?
Könntest du Sex auf einer Bühne haben?
Hattest du vielleicht schon solche Erfahrungen?
Lass es mich wissen.
Ich bin sehr gespannt auf deine Gedanken –
ob per Mail oder hier in den Kommentaren.
💋 Deine Kim :-*
** KI-Generiertes Video