Amazon, du brichst mir das Herz!
Erst vor wenigen Tagen habe ich in meinem letzten Blogartikel davon berichtet, wie wichtig und toll Amazon als Verkaufsmöglichkeit meiner erotischen Geschichten ist. Dass ein Großteil meiner schriftstellerischen Einnahmen in jenen virtuellen Verkaufsregalen generiert wird. Doch das ist nun vorbei.

Meine Bücher sind restlos aus diesen verschwunden.
Mein Verkaufsaccount ist gelöscht.
Ich bin wütend und enttäuscht zugleich …


Doch was ist passiert?

Kurz gesagt: Das große A wirft mir vor, eine meiner neuesten Geschichten plagiiert zu haben.
Genau gesagt geht es um »XXX-MAS – Ein besinnlicher Pornodreh«.

Und ihr könnt euch nicht vorstellen, wie lächerlich diese Anschuldigung ist. Warum?

Nun …
Die Geschichte beruht auf einem Erlebnis, das mich persönlich betrifft. In der Story schreibe ich von einem Pornodreh zur Weihnachtszeit. Eine Darstellerin, ein Produzent, ein User, der Sex mit seinem Pornosternchen gewonnen hat. Alles verpackt in einem weihnachtlichen Setting.

Da ich alles, was in der Geschichte passiert ist, selbst erlebt habe, kann der Text fast als Tagebucheintrag gelesen werden.
Und ich soll plagiiert haben?
No way!

Diese Story könnte in keinem denkbaren Szenario mehr mir gehören, als sie es ohnehin schon tut.
Meine Erinnerungen – meine Geschichte.

Und trotzdem soll ich eine Urheberrechtsverletzung begangen haben.
Mir fehlen die Worte.


📧 Der Mail-Krieg mit Amazon

Ich habe mehrfach versucht, dem großen A das klarzumachen.
Doch man glaubte mir nicht.

Ich habe mehrfach gefordert, mir das Buch zu nennen, von dem ich angeblich abgeschrieben haben soll – nur um Missverständnisse auszuschließen.
Aber Amazon wollte mir dieses Buch nicht nennen. Begründung: Datenschutzrechtlich nicht möglich.

HÄH?!

Ich habe inzwischen ungefähr 15 Mails mit den Doofnasen aus Amerika ausgetauscht.
Doch in keiner ihrer Antworten ergab sich eine Chance für mich, meine Unschuld zu beweisen oder dieses Mysterium aufzuklären.

Lange Rede, kurzer Sinn:
Mein KDP-Konto ist gelöscht.
Und mein Herz gebrochen.

Ich darf dort nie wieder ein Konto eröffnen.
Sollte ich es doch tun, wird es wieder vernichtet.


💸 Die bittere Realität

Über Amazon habe ich mehr als 95 % meiner Umsätze generiert.
Das, was mir mit den anderen Shops jetzt noch bleibt, wird nicht reichen, um mein Schreiben auch zukünftig gewinnbringend zu gestalten.


✍️ Schreibe ich weiter? Gebe ich auf?

Jein.

Noch versuche ich, meinen Account zurückzubekommen.
Sollte das nicht funktionieren, werde ich versuchen, meine anderen Verkaufskanäle zu stärken:
Thalia, Apple, Google, Hugendubel, ebook.de usw.

Ich denke außerdem darüber nach, auf meiner Website einen eigenen Shop zu integrieren.
Einen ohne Anmeldung.
Ganz simpel.
Vielleicht klappt es mit Digistore24.

Aber das muss sich zeigen.
Und sollte sich langfristig eine Erholung einstellen, mache ich weiter.


❤️ Mein Appell an dich, lieber Leser, liebe Leserin

Ich weiß, dass es für dich wahrscheinlich am bequemsten ist, deine E-Books über Amazon zu beziehen. Das habe ich selbst auch immer so gemacht.

Wenn du aber an meinen Geschichten interessiert bist, nutze bitte meine neuen Kanäle.
Die Preise sind die gleichen wie beim großen A.
Versprochen.

Denn nur dann, wenn meine Bücher gekauft werden, macht das Schreiben für mich Sinn.
Ich schreibe nicht nur aus Spaß.

Auch wenn heiße Worte meine Leidenschaft sind, bin ich als selbstständige Erotikmaus auf die Einnahmen angewiesen, die durch meine Lebenszeit an der Tastatur entstehen.

Willst du Qualität?
Hitze?
Ein Prickeln dort, wo es hingehört?

Dann unterstütze mich und meine Texte.
Es wird sich für dich lohnen.


Normalerweise lecke ich an anderen Dingen.
Doch in den nächsten Tagen lecke ich erst einmal meine eigenen Wunden.

Ich bin wirklich sehr traurig über diese Entwicklung.
Sehr.


🧐 Eine kleine Theorie

Wie könnte Amazon auf den Gedanken gekommen sein, mein Text sei kopiert?

Nun, vielleicht liegt es daran, dass die Geschichte für ein paar Tage auf Literotica zu lesen war.
Von mir selbst dort hochgeladen, um die Wirkung der Story auf die Leser zu testen.

Hm …
Habe ich etwa von mir selbst abgekupfert?

Vielleicht hat Amazons Suchalgorithmus sich gedacht:
»Hey, der Text steht online auf einer Website länger als das Buch bei uns im Handel ist. Ergo: Er ist geklaut! Löschen wir also die raubende Bitch aus unseren Datenbanken!«

Natürlich habe ich auch diese Theorie in einer meiner Widerspruchsmails erwähnt.
Sie blieb unbeantwortet.


👋 Bye bye, Amazon.
Es war schön mit dir.

Jetzt bleibt mir nur noch übrig, jedes Mal den Mittelfinger auszupacken, wenn ich eure dämlichen Lieferautos an mir vorbeifahren sehe …


Falls du interessiert bist, hier sind einige meiner neuen Lieferkanäle: ThaliaApple BooksGoogle Play BooksHugendubelebook.de

Aktueller Nachtrag: aufgrund eines Umstandes, den ich noch nicht verstehe, hat es zumindest eines meiner Bücher wieder zurück in die Regale von Amazon geschafft. Warum? Keine Ahnung. Wie lange? Ich weiß es nicht. Solltet ihr Interesse haben: Schlagt zu.

6 Kommentare

  1. Ich hoffe, Du schreibst weiter, egal wo.
    Und ich hoffe mehr von Melissa R. alias larissa Roth zu lesen, hat mir von Deinen Geschichten am besten gefallen…
    Also Kopf hoch !!!

    PS.: Ich habe noch NIE etwas bei der Grossen Datenkrake gekauft…
    Ich hoffe das kann ich auch weiter durchhalten…

    1. Datenkrake … Das ist mein persönliches Wort des Tages 🙂 Danke dir dafür!

      Und auch vielen Dank für die lieben Worte. Ich werde versuchen, weiter am Ball zu bleiben 🙂

      1. Betrifft Datenkrake: (übrigens in meiner Region ein durchaus „geflügeltes Wort“ oder begrifflichkeit für das grosse „A“ 😉 – wundert mich übrigens ,das der Begriff es nicht in Deine Weltstadt geschfft hat….??????

        Bitteschön….
        Und wenn Du weiterschreibst, würdest Du mir einen riesen Gefallen tun…

        Denn erstens gefällt mir Dein Schreibstil und zweitens sind Deine gescichten REAL !!

        1. Womöglich hat es der Begriff sogar nach Hamburg geschafft, lag aber noch nicht bei mir auf der Türschwelle. 🙂

          Eine neue Geschichte ist bereits in Planung. Dazu später an anderer Stelle mehr. Liebe Grüße! 🙂

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kim.f.wolf@gmail.com

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